Der Märtyrer Mahmud Ehmed Rostam wurde 1965 im Dorf Kanêskani an den Hängen des Surên-Gebirges im Bezirk Xurmal der Provinz Halabja geboren. Zunächst lebte er als Dorfbewohner und war Landwirt. Nach der Niederlage der Septemberrevolution wurde sein Dorf vom damaligen irakischen Regime zerstört, und die Familie wurde zwangsweise in die Siedlung Barîke nahe des Bezirks Seyid Sadiq umgesiedelt. Mahmud Ehmed Rostam wurde Hausmann und trug fortan den Familiennamen Hepse Ebdula. Er hatte eine Tochter namens Baxan.
1981 wurde er Kader des Bezirkskomitees Penjiwen der Vierten Division der Demokratischen Partei Kurdistans (DKP). 1984 diente er ein Jahr lang als Peschmerga im militärischen Bereich des Bezirkskomitees Derbendikhan derselben DKP-Division. 1985 wurde er auf Anordnung des Vorsitzenden der Vierten DKP-Division zum Bezirkskomitee Penjiwen versetzt und übernahm dort die Leitung der fünften Division. Gleichzeitig war er für die Partisanenaktivitäten in der Stadt verantwortlich.
Er hat an einer Reihe von Partisanenaktivitäten teilgenommen, die bekanntesten davon waren der Angriff auf die Polizeistation Seyid Sadiq und der Angriff auf das Qaregol-Museum.
1988 überfielen Mahmud Ehmed Rostam und einige seiner Freunde einen Militärkonvoi des Baath-Regimes auf der Straße zwischen Halabja und Sulaimaniyya, in der Nähe des Dorfes Qaregolî in der Scharazur-Ebene. Sie setzten mehrere Fahrzeuge in Brand und zerstörten den Konvoi. Rostam trug dabei die Panzerfäuste und war maßgeblich an der Zerstörung der Fahrzeuge beteiligt. Nach dieser Aktion entsandte der Bagdader Generalsicherheitsdienst ein Team der Sicherheitskräfte von Sulaimaniyya und Spezialeinheiten, um die Beteiligten zu ermitteln und festzunehmen. Mahmud Ahmed Rostam Mehrere ihrer Freunde, darunter Fehmî Hame Rahim, Jabar Ahmed Salih, Mihemed Hame Karim, Khalîd Ali und Walî Mahmud Osman, wurden in Seyid Sadiq und umliegenden Dörfern festgenommen. Nach einem Jahr Haft auf der Polizeiwache in Sulaimaniyya wurden sie zur Gerichtsverhandlung auf die Hauptpolizeiwache in Kirkuk verlegt und anschließend zur Vollstreckung des Gerichtsbeschlusses in das Abu-Ghraib-Gefängnis gebracht.
Am 29. November 1989 wurden Mahmud Ehmed Rostam und ein Freund namens Mihemed Heme Karim im Abu Ghraib Gefängnis gehängt und starben den Märtyrertod.
Quelle:
1. Enzyklopädiearchiv der Demokratischen Partei Kurdistans
