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Jaafar Sulaiman Ali Chey

Jafar Sulaiman Ali Chey, geboren 1945 im Dorf Chey im Bezirk Amedi der Provinz Duhok, erlebte zeitlebens erhebliche Umbrüche aufgrund politischer Unruhen. Nach der Aylul-Revolution 1975 floh er in den Iran, wo er sich zunächst in Naghdeh niederließ. Später wurde er nach Maschhad versetzt, wo er bis 1979 lebte. Im selben Jahr kehrte er nach Karaj zurück und lernte Idris Barzani kennen. Er blieb bis 1981 im Iran, bevor er nach Südkurdistan zurückkehrte und sich schließlich in Duhok niederließ.


Nach Ausbruch der Aylul-Revolution 1961 schloss sich Jafar Sulaiman Ali Chey Salim Chey als Peschmerga an und widmete sich der kurdischen Sache. 1962 nahm er unter dem Kommando von Mohammed Amin Mirkhan an der Schlacht gegen die Dschashes von Marba teil und bewies dabei früh in seiner militärischen Laufbahn seinen Einsatz und seine Tapferkeit.

 

1963 wurde Jafar in Barzanis Hauptquartier in Balakayety versetzt, wo er eine entscheidende Rolle bei Operationen in den Dörfern Ranya, Qaladze, Dire und Dilman spielte. Im selben Jahr kämpfte er in den bedeutenden Schlachten von Ali Beg und Sar Spilk und festigte damit seinen Ruf als entschlossener und fähiger Peschmerga.

 

1969 nahm Jafar an der entscheidenden Schlacht von Makhubznan teil, die zwischen Ranya und Sangasar unter dem Kommando von Omar Agha Dolamari ausgetragen wurde. Seine Führungsqualitäten wurden 1970 anerkannt, als er zum Leiter des ersten Zweigs ernannt wurde, eine Funktion, in der er maßgeblich zum kurdischen Widerstand beitrug.

 

Jafars Expertise erstreckte sich auch auf wichtige Verteidigungsoperationen. Er war maßgeblich an der Bedienung der Flugabwehrkanone an strategischen Orten wie der Hafiz-Brücke, der Qasre-Schlucht und Mami Khalan im Bezirk Choman der Provinz Erbil beteiligt. Auch bei der Verteidigung des Hauptquartiers von „Stimme Kurdistans“ und der Druckerei Shorsh, beides Symbole des kurdischen Widerstands und der kurdischen Identität, spielte er eine entscheidende Rolle. 1975 kämpfte er in der Schlacht von Dilman unter dem Kommando von Arif Yasin und festigte damit seinen Status als Schlüsselfigur der Peschmerga-Streitkräfte.

 

Nach jahrzehntelangem Dienst ging Jafar 2004 bei der Aylul-Stiftung in den Ruhestand. Sein lebenslanges Engagement für den kurdischen Kampf wurde 2010 offiziell gewürdigt, als ihm vom Präsidenten die prestigeträchtige Barzani-Medaille verliehen wurde. Masoud Barzani auf dem 13. Kongress der Demokratische Partei Kurdistans (KDP) in Erbil. Sein Vermächtnis ist geprägt von unerschütterlichem Engagement, Mut und Führungsstärke angesichts von Widrigkeiten.


Quelle:

KDP-Enzyklopädiearchiv


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