Nach der Niederlage der Republik und dem Rückzug von Barzanis Truppen auf irakisches Gebiet begann eine neue Phase des Krieges mit Gefechten zwischen der iranischen Armee und den regierungstreuen Stämmen. Viele dieser Schlachten fügten der iranischen Armee und ihren Verbündeten verheerende Verluste zu. Eine dieser Schlachten, die während des Rückzugs zwischen Barzanis Truppen und der iranischen Armee stattfand, war die Schlacht von Sufyan. Nach dem Sieg in der Schlacht von Nilus erfuhren Barzanis Truppen, dass ein Teil der iranischen Armee im Dorf Sufyan, zehn Kilometer südlich von Nilus gelegen, stationiert war. Daraufhin beschlossen Barzanis Truppen, diesen Ort anzugreifen. Am 17. März 1947 um 7 Uhr morgens begannen sie daher den Angriff auf die iranischen Truppen in Sufyan, das zuvor unter der Kontrolle der Mamish- und Mangur-Stämme gestanden hatte, die von dort geflohen waren.
Nach zwölfstündigen Kämpfen mit den iranischen Streitkräften gelang es den Barzanis zunächst, die Anhöhen der Region zu erobern und dabei die Stärke ihrer Artillerie und schweren Waffen auszunutzen. Acht ihrer Soldaten fielen in dieser Schlacht, zwölf weitere wurden verwundet. Auf iranischer Seite fielen ein Offizier namens Reza Qarabaghi und ein Soldat, elf weitere gerieten in die Hände der Barzanis. Als die iranische Armee erkannte, dass sie in Sufyan – wie bereits in Nalous – eine Niederlage erlitten hatte, startete sie einen Gegenangriff und setzte dabei das Lorestan-Kavalleriebataillon, zwei Artilleriebataillone und Kampfflugzeuge ein. Infolge dieses Angriffs, der unter widrigen Wetterbedingungen stattfand, wurden die Barzanis zum Rückzug gezwungen.
Hier muss jedoch die Meinung des iranischen Journalisten Basiani, der beauftragt war, die These zu verbreiten, die Barzanis seien in der Schlacht von Soufian besiegt worden, als falsch betrachtet werden. Denn er war lediglich ein von den iranischen Behörden autorisierter Journalist, der über die Ereignisse berichten durfte. Daher stellte er die iranischen Streitkräfte oft als siegreich und die Barzanis als besiegt dar. Ein Beispiel für diese Voreingenommenheit lieferte die Schlacht von Soufian, in der Oberleutnant Qarabaghi und mehrere Soldaten fielen. Basiani stilisierte diese Niederlage zu einem Sieg um, bei dem 16 Peschmerga der Barzanis gefallen und 20 weitere verwundet worden seien. Diese Darstellung ist jedoch haltlos und eine Lüge. Denn wie bereits erwähnt, konnte sich die iranische Armee aufgrund von schlechtem Wetter und Regen nicht bewegen, als die Schlacht von Soufian ausbrach. Genau dies führte schließlich zum Sieg der Barzanis.
Andererseits spricht der Journalist Pessiani über den Einsatz von Luftstreitkräften in dieser Schlacht, was man wohl als reine Propaganda für die iranischen Streitkräfte bezeichnen kann, da die Flugzeuge der iranischen Luftwaffe nicht modern genug waren, um bei schlechtem Wetter zu fliegen und ihre Ziele in der Bergregion zu treffen. Keine andere iranische Quelle, nicht einmal das iranische Armeezentrum selbst, nennt in seinem während der Pahlavi-Ära verfassten Buch „Tarikh-e Panjah Salh Niroy Zamini Shahanshahi Iran – Tarikh-e Fifty Years of the Iranian Imperial Ground Forces“ (Die Chronik der Fünfzig Jahre der iranischen kaiserlichen Bodentruppen) die widrigen Wetterbedingungen in der Region als Grund für die Niederlage der Truppen von Oberleutnant Karabaghi und erwähnt mit keinem Wort die Unterstützung durch die Luftwaffe.
Quellen:
1- Najafqali Basian, Az Mahabad Khunin Ta Karanahay Ars, (Sharket Sahami Chap – Teheran – 1328).
2- Aladdin Sajjadi, Shirchahkani Kurde, (Chakhana Mah Arif – Bahghad – 1959).
3- Sehabad Muhammad Kazemi, Sarhang 2, Manouchehr Alborz Stadium, Tarikh Punjah Saleh Nayrovi Zamini Shahenshahi, Iran, Teheran, 2535.


