Am 8. Februar 1963 rissen die Baathisten und arabische Nationalisten durch einen Militärputsch die Macht im Irak an sich. Von Beginn des Putsches an wurde weder das Selbstbestimmungsrecht der Kurden erwähnt, noch fand die kurdische Nation in den Verordnungen oder politischen Plänen irgendeine Erwähnung. Dies war ein beunruhigendes Zeichen und ein bedrohliches Bild für die Zukunft der Kurden, denn es war von Anfang an klar, dass es sich um einen Vergeltungsputsch und nicht um einen Regimewechsel handelte. Dennoch gratulierte die Führung der kurdischen Revolution den Putschisten per Telegramm und sicherte ihnen ihre Unterstützung zu. Obwohl die Kämpfe und Militärangriffe gegen die Kurden für etwa drei Monate eingestellt wurden und Gespräche aufgenommen wurden, zeigten die Baathisten keinerlei Bereitschaft zur Lösung der Probleme. Daher dauerten die Gespräche nicht lange, und die Baathisten nahmen ihre Angriffe auf Kurdistan wieder auf.
Am 2. Mai 1963 erließ die Armee einen Generalbefehl zur Verhängung einer Wirtschaftsblockade gegen Kurdistan. Kurz darauf, genauer gesagt am 1. Juni 1963, flammten die Kämpfe erneut auf. Eine dieser Schlachten, über die wir hier berichten möchten, ist der Angriff auf das Dorf Bawa Khoshin bei Darbandikhan. Nachdem die Peschmerga-Kräfte von Qara Dagh die Nachricht erhalten hatten, dass die irakische Armee mit dem Ziel, das Dorf zu besetzen, vorgerückt war, begannen sie umgehend, sich auf den Angriff vorzubereiten.
Am 4. August 1963 um 8 Uhr morgens begann die irakische Armee ihren Angriff von Darbandikhan aus. Vor dem Bodenangriff wurde das Gebiet mit schwerem Artilleriefeuer bombardiert. Offenbar hatten sich die Peschmerga so vorbereitet, dass die Armee die Dörfer Bawa Khoshin und Golan nicht erreichen konnte. Als der Bodenangriff der Armee begann, entbrannte ein heftiger Kampf. Nach zweistündigen Gefechten und Scharmützeln wurde die irakische Armee so schwer geschlagen, dass sie sich unter hohen Verlusten ins Lager Darbandikhan zurückziehen musste, während die Peschmerga lediglich zwei Verwundete zu beklagen hatten.
Quellen:
1- Hesheng Salih Najjar, die erste Generation von Menschen im Irak und im Irak, 1961-1976, (Holler, 2023).
2- Hawkar Karim Hama Sharif, SHORSHEY EYLOOLDie
3- Masoud Barzani, Barzani und Bazutniyeh Ezgari Khwazi Kord, Barghi Seyyim, Bishhiyyikum, SHORSHEY EYLOOL 1961-1975, Chapı, (Chapkhani, Außenministerium - Holler - 2004).
4- Khishoy Ali Kaniyeh Linji, Biryakani Aziz Qadir Hamid Sourchi, Chabi, (Shakhani Danishfar – Hawler – 2023).


